Alle Beiträge von Mimasch

“Original und/oder Rezeption mittelalterlicher Literatur im Deutschunterricht” – Lehrerfortbildung im KHG Bamberg (Dezember 2016)

Am Donnerstag, den 01. Dezember 2016, findet die zweite schulübergreifende Lehrerfortbildung zum Thema “Original und/oder Rezeption mittelalterlicher Literatur im Deutschunterricht statt”.

Das aktuelle Tagungsprogramm finden Sie hier.
Die Anmeldung erfolgt über die Fortbildungsdatenbank Bayern.

Der Lehrstuhl für Deutsche Philologie des Mittelalters und das Zentrum für Mittelalterstudien der Universität Bamberg laden herzlich ein!

Zweite LFB

Tag der Brückensteine – Lehrerfortbildung an der LMU (Oktober 2016)

Zum vierten Mal fand am 12. Oktober 2016 der “Tag der Brückensteine” an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) statt.  Das Projekt Brückensteine hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Zusammenarbeit von  Fachwissenschaft, Fachdidaktik und schulischer Praxis nachhaltig zu vertiefen und zu erweitern.
In diesem Jahr widmete sich die Tagung ganz den Themenkomplexen Nachhaltigkeit, Fachlichkeit und Lehrerbildung.

Fortbildung

Bei zahlreichen Fachvorträgen, Expertengesprächen und Posterpräsentationen war auch die Universität Bamberg in Person von Dr. Detlef Goller vertreten, der im Rahmen eines Workshops eine Unterrichtsreihe zu den Dialogliedern des mittelalterlichen Sängers Neidharts vorstellte. Ziel seines Unterrichtsmodells ist es, die leicht bearbeiteten mittelhochdeutschen Texte über tanzwütige und streitlustige Mütter und Töchter mit den Schülerinnen und Schülern zu analysieren und zu interpretieren. Durch die Erarbeiterung einer literarischen Charakteristik oder der Informationsentnahme aus poetischen Texten folgt das Unterrichtsmodell dabei nicht nur den Anforderungen eines kompetenzorientierten Deutschunterrichts, sondern hat darüber hinaus noch den Vorteil, dass die Schülerinnen und Schüler aufgrund der sprachlichen Alterität der Texte gezwungen sind, diese genauer zu lesen als bei einem scheinbar leicht verständlichen neuhochdeutschen Text. Auf die doch recht zeitraubende literatur- und kulturhistorische Einbettung der Lieder kann daher zugunsten verschiedener handlungs- und produktionsorientierter Verfahren verzichtet werden, die eine interpretatorische Annäherung an die Texte gewährleisten.
Damit zeigt sich erneut, dass mittelalterliche Literatur ebenso wie gegenwartsbasierte Texte in der Lage ist, die Anforderungen der schulischen Lehrpläne umzusetzen. Dem Vorschlag Ina Kargs, die neu fokussierte Kompetenzorientierung als Einladung zu verstehen, den Deutschunterricht mit mittelalterlichen Stoffen und Texten zu füllen, kann damit erfolgreich Genüge getan werden.

Bild: © Colourbox

Mit MimaSch beim 25. Deutschen Germanistentag in Bayreuth (September 2016)

In diesem Jahr fand der 25. Germanistentag in Bayreuth statt und widmete sich dabei ganz dem Thema “Erzählen”.
Auf der Tagung wurden Panels von Vertretern aus Fachwissenschaft und Schulpraxis gestaltet und dabei unterschiedliche Konzepte, die mit dem “Erzählen” verbunden sind, präsentiert. Darüber hinaus bestand das Ziel der Tagung darin, mithilfe von Vorträgen, Workshops und Diskussionen fachwissenschaftliche und fachvermittelnde Beiträge in wissenschaftlicher Perspektive zusammenzuführen.
Neben verschiedenen Arbeiten zu adressatenorientiertem Erzählen, Alltagspraktiken des Erzählens oder unterschiedlichen erzählenden Instanzen präsentierte Dr. Detlef Goller das Projekt MimaSch als Beispiel für das Erzählen im und vom Mittelalteralter aus literaturdidaktischer Perspektive.
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©Colourbox

Lernorte im Welterbe “Altstadt von Bamberg” – Eine Lehrerfortbildung (September 2016)

Seit 1993 zählt die Altstadt von Bamberg zum UNESCO-Welterbe und gehört damit zu mehr als 1.000 Kultur- und Naturstätten weltweit, die für die gesamte Menschheit Bedeutung tragen und deswegen besonders schützenswert sind.
Nicht nur als wertvolles historisches Ensemble, sondern auch als Zeugnis früheren Lebens, Arbeitens und Handelns ist die Welterbstadt für das Verständnis der heutigen Zeit relevant. Was liegt da näher, als das kulturelle Erbe in den Mittelpunkt des Schulunterrichts zu rücken und junge Menschen mit ihrer Umgebung vertraut zu machen?

Vor diesem Hintergrund veranstalteten das Bamberger Zentrum für Lehrerbildung (BAZL) und das Zentrum Welterbe Bamberg (ZWB) eine Fortbildung für Lehrerinnen und Lehrer aller Schularten, um ihnen lokal verankerte Vermittlungskonzepte vorzustellen.
Die Fortbildung hatte zum Ziel, den Charakter des Welterbes als Lernort anhand konkreter Methoden herausarbeiten – nicht nur für den Geschichtsunterricht, sondern für eine breite Palette an Schulfächern.
Im Rahmen der Lehrerfortbildung stellten Dr. Detlef Goller und Linda Wolters in einem Workshop das Konzept einer Stadtrallye vor, in der sich die Schülerinnen und Schüler aus den Klassenstufen 3 bis 6 auf die Suche nach der gestohlenen Lanze des heiligen Georgs begeben und dabei das mittelalterliche Bamberger Welterbe kennen lernen. Linda Wolters, Absolventin des Studienganges Medieval Studies, konzipierte die Kinderstadtführung im Rahmen ihrer Masterarbeit und bietet diese nun auch im Rahmen von schulischen Kurzprojekten an.

Nähere Informationen zur Stadtrallye “Die Gestohlene Lanze – Eine abenteuerliche Stadtrallye durch das Bamberger Welterbe” finden Sie hier.

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© Stadt Bamberg

 

W-Seminar “Geschichte der Helden – Geschichten von Helden” am E.T.A.-Hoffmann Gymnasium Bamberg (September 2016)

cartoon Viking super hero with sword “In der Behauptung einer großen Sache unter Widerwärtigkeiten und Gefahren bildet sich der Held” – schrieb einst der Historiker Leopold von Ranke. Solche Gefahren und andere Widrigkeiten gibt es seit Anbeginn der Zeit. Dies ist wohl auch als Grund dafür zu sehen, dass die Konzeption der Heldenfigur bereits in den ältesten Formen von Überlieferungsträgern eine Rolle spielt. Das zeigt sich bereits etwa am Beispiel von Homers “Odyssee”, in der der tapfere Achilles und der listige Titelheld nach einer zehn Jahre währenden Belagerung die scheinbar nicht einzunehmende Stadt Troja erobern, um die schöne Helena nach Hause zurückzuholen.

Seither ziehen sich solche und ähnliche “Geschichten von Helden” wie ein roter Faden durch das Mittelalter und die Frühe Neuzeit bis in die Gegenwart: Hildebrand und Hadubrand – Vater und Sohn – stehen sich im althochdeutschen “Hildebrandslied”  in einer Schlacht gegenüber, der nahezu unverwundbare Drachentöter Siegfried kämpft sich herorisch durch das Nibelungenlied, bis er schließlich von seinem Rivalen Hagen durch eine List getötet wird und Jeanne d’Arc wurde durch Friedrich Schiller in seinem Drama “Die Jungfrau von Orléans” ein Denkmal gesetzt, nachdem sie im Hundertjährigen Krieg den Truppen des französischen Thronerbens zum Sieg gegen die verhassten Engländer verholfen hatte. Heute beschützt Batman Gotham City, James Bond nutzt seine “Lizenz zum Töten” für die Rettung der zivilisierten Welt und Harry Potter tritt gegen “den, dessen Namen nicht genannt werden darf” und die Dunklen Mächte magischer Welten an, um Hexen, Zauberer und Muggel vor dem Untergang zu bewahren. Diese Beispiele zeigen, dass sich Helden in ihren verschiedensten Ausprägungen sowohl in der erzählenden als auch der dramatischen Literatur finden, und darüber längst auch Einzug in Verfilmungen, Comicbücher oder  Computerspiele gehalten haben.
Dass man als “Held” und dem entsprechenden Songtitel Heroes auch den Eurovision Song Contest gewinnen oder aber auch vom Bayerischen Ministerpräsidenten Seehofer als “Held des Alltags” ausgezeichnet werden kann, offenbart, wie sehr sich der Gebrauch des Heldenbegriffs in unseren alltagsweltlichen Sprachgebrauch integriert hat. Mit dem Drachentöter Siegfried hat ein Alltagsheld aber nichts mehr gemeinsam – oder doch?

COLOURBOX7231914Mit dieser und ähnlichen Fragen beschäftigen sich in diesem Schuljahr die Schülerinnen und Schüler des W-Seminars “Geschichte der Helden – Geschichten von Helden” des E.T.A.-Hoffmann-Gymnasiums Bamberg. Unterstützt werden sie dabei von unseren Mimasch-Projektleitern Dr. Detlef Goller und Valentina Ringelmann, die die Seminarteilnehmer auf der Spurensuche nach Heldenvorstellungen in Literatur und Alltag begleiten. Gemeinsam widmen sie sich der Frage nach der Konzeption des Heldenbegriffs in Geschichte und Gegenwart, der Analyse verschiedener “heldenhafter” Texte, Comicbücher und Filme sowie dem Vergleich von Heldenfigur und Antiheld.

Bilder: ©Colourbox

Die Gestohlene Lanze – Welterbe neu entdeckt! (September 2016)

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1993 wurde die Stadt Bamberg in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen. Grund dafür waren die Vorbildfunktion des Grundrisses und der Architektur des mittelalterlichen und barocken Bambergs, die einen starken Einfluss auf Städtebau und -entwicklung in Mitteleuropa ausübten. Darüber hinaus stellt Bamberg mit seinen kirchlichen und herrschaftlichen Bauten ein einzigartiges und hervorragendes Beispiel für eine auf hochmittelalterlicher Grundstrutkur entwickelte Stadt dar.

© Anne Dautermann, Linda Wolters

Dass Bamberg heute auch aufgrund dieses Welterbestatus zahllose Besuchergruppen wie magisch anzieht, ist besonders zur warmen Jahreszeit kaum zu übersehen, wenn zahlreiche Reiseführer mit nationalem und internationalem Publikum durch die engen Gassen der historischen Altstadt drängen. Warum sollten nun nicht auch die Schülerinnen und Schüler der Bamberger Schulen in den Genuss einer solchen Stadterkundung kommen,  die den Welterbecharakter ihrer Heimat in den Vordergrund stellt?

Linda Wolters, Absolventin des Studiengangs Medieval Studies, konzipierte für Ihre Masterarbeit die Kinderstadtführung “Die Gestohlene Lanze – Eine abenteuerliche Stadtrallye durch das Bamberger Welterbe”. Nun bietet sie diese auch im Rahmen von schulischen Kurzprojekten an, die sich inbesondere an Grundschulen und die Sekundarstufe I richtet. Die inhaltliche Gestaltung orientiert sich dabei an den Vorgaben des aktuellen Lehrplans PLUS.
Im Rahmen von 3 Unterrichtseinheiten wird den Schülerinnen und Schülern der Begriff des Welterbes näher gebracht und an ausgewählten Stationen erläutert. Nach einer Einführung in das Thema im Klassenzimmer können sie das Welterbe bei einem Ausflug in die Innenstadt selbst erleben und entdecken. Mit dem Kinderstadtführer „Die Gestohlene Lanze” begeben sie sich auf eine spannende Tour, bei der sie allerhand über die Stadt und das Leben im Mittelalter erfahren können. Ganz nebenbei helfen sie auf ihrem Weg dem Heiligen Georg, dem Bamberger Dompatron und Stadtheiligen, seine Lanze wiederzufinden, und lernen dabei auch Hugo von Trimberg kennen, einen Bamberger Schulmeister und bekannten Autor des Mittelalters.

Das Projekt wurde bisher mehrmals erprobt und stieß durchweg auf positive Resonanz, wie die Kinder selbst berichten:

Detlef Goller und Valentina Ringelmann machten sich zusammen mit der Klasse 4c der Grundschule Bischberg auf die Suche nach der Gestohlenen Lanze.

 

Dabei absolvieren sie Aufgaben an verschiedenen Stationen

 

Svenja und Amelie berichten, was sie über den “Kranen” gelernt haben

Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme und Buchung finden Sie hier.

Ehemalige Projektmitarbeiter im Schuldienst

Graduation cap and diploma on old backgroundDie Universität Bamberg entlässt ihre Kinder…
Irgendwann hat auch die schönste Zeit einmal ein Ende und das bedeutet meist, dass man mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf die zurückliegenden Jahre schaut.
Dass der Abschied von der Universität nicht auch gleichzeitig der Abschied von Mimasch bedeuten muss, beweisen unsere ehemaligen Mitarbeiter im Schuldienst. Sie sehen ihr Mitwirken in zahlreichen Projektwochen nicht nur als einmalige und schöne Erfahrung, sondern vielmehr als Ausgangspunkt für eine intensive Verflechtung von älterer deutscher Literatur und der Lebenswirklichkeit von Schülerinnen und Schülern. Damit erfüllen sie das Kernanliegen unseres Projektes: Mittelalter macht Schule!

 

IsaIsabell Brähler-Körner,
wurde 2016  als Stipendiatin der Hanns-Seidel-Stiftung am Lehrstuhl für Deutsche Philologie des Mittelalters der Otto-Friedrich-Universität Bamberg promoviert. In ihrer Dissertation schrieb sie über das um 1170 entstandene Rolandslied des Pfaffen Konrad und seine Rezeption in der Kinder- und Jugendliteratur.  Ihre Forschungsgebiete lagen dabei in mittelalterlichen Heldenkonzeptionen, der Integration mittelhochdeutscher Texte in den Deutschunterricht, der Rezeption mittelalterlicher Stoffe in modernen Kinder- und Jugendbüchern sowie der deutschsprachigen Adaption französischer Chansons de geste.

Zum Weiterlesen: Rolandslied reloaded – Ein europäischer Held im Deutschunterricht von Isabell Brähler-Körner und Detlef Goller


Jennifer Schmid,
absolvierte an der Universität Bamberg den Bachelor Geschichte sowie das Erste Staatsexamen für gymnasiales Lehramt in den Fächern Deutsch, Geschichte und Sozialkunde. Sie arbeitete als wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl für Deutsche Philologie des Mittelalters und übernahm gemeinsam mit Detlef Goller und Valentina Ringelmann Aufgaben in der  Projektkoordination und Webseiten-Gestaltung.

 

 


Ein Ort voller Helden? – Projektwoche in der Grundschule Baunach (Juli 2016)

Vom 27.6. bis zum 1.7.2016 hieß es an der Grundschule Baunach: “Mittelalter macht Schule”. Im Rahmen einer Projektwoche machten es sich rund 30 Studierende der Universität Bamberg zur Aufgabe, den Schülerinnen und Schülern der 3. Klassen einen Einblick in die Kultur und Literatur des Mittelalters zu geben.

Der Montag bildete den Auftakt des MimaSch-Projekts in Baunach. Die Kinder der dritten Klasse konnten sich zum ersten Mal als mittelalterliche Handwerker betätigen und herausfinden, wie die Arbeit in einer Papiermühle aussah. Hier hatten die Schülerinnen und Schüler auch die Möglichkeit, ihr eigenes Papier herzustellen. Eine ganz schön schmutzige Aufgabe, aber dasErgebnis kann sich sehen lassen!

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Am zweiten Tag lernten die Schülerinnen und Schüler einen ganz besonderen Helden kennen: Iwein! Nachdem sie sich mit seiner Geschichte bekannt gemacht hatten, waren die Kinder auch selbst an der Reihe und formten anhand kleiner Textpassagen Standbilder zur Geschichte des Ritters mit dem Löwen. Doch heldenhaft schlugen sie sich nicht nur bei dieser kreativen Aufgabe, sondern auch beim Schreiben mit Feder und Tinte, was immer wieder eine neue Herausforderung darstellt.

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Ein Ritter muss den ganzen Tag nur kämpfen? – Von wegen! An Tag drei erfuhren die Drittklässlerinnen und Drittklässler allerhand über das besondere Leben der Ritter und Burgfräulein. Von der ritterlichen Ausbildung der jungen Pagen, der Schwertleite und den vielen Tätigkeiten eines Burgfräuleins gab es viel zu berichten. Dabei verfassten die Mädchen und Jungen sogar ein eigenes Minnelied, mit dem Ritter damals gerne ihre Angebeteten erfreuten. Am Ende des Tages hatten alle viel dazugelernt und konnten deshalb ganz zurecht und mit einem kleinen Augenzwinkern singen: „Ja, so warn’s, die alten Rittersleut!“

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Sprachdetektive auf den Spuren des Mittelhochdeutschen! Am vierten Tag der Projektwoche in Baunach beschäftigten sich die Kinder mit der Frage, wie im Mittelalter gesprochen und geschrieben wurde. Zunächst hatten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, zwei Mönche bei der Arbeit im Skriptorium zu beobachten. Anschließend fertigten sie ganz ohne “arebeit” eine Übersetzung eines echten mittelalterlichen Textes an. Am Ende wurden die Kinder sogar selbst zu Sprechern des Mittelhochdeutschen und konnten eine unerwartete Begegnung zwischen einem Ritter und einem Schreiber inszenieren.

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Am letzten Tag der MimaSch-Woche in Baunach waren Eltern und Verwandte zu einer kleinen Präsentation eingeladen. Die Schülerinnen und Schüler haben vorgeführt, was sie in dieser Woche gelernt haben. Alle waren rundum begeistert von der Woche und hatten jede Menge Spaß.

Wie immer fand am Freitag auch eine Evaluation der Projektwoche durch die Kinder statt. Die positive Rückmeldung zeigte erneut, dass sich die lange Vorbereitungszeit gelohnt hat und die Kinder auf eine tolle Zeit zurückblicken können.

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Ursula Poznanski

“Im Jugendbuch darf die Phantasie Haken schlagen.”

Am Dienstag, den 14.6.2016, hatte der Lehrstuhl für Deutsche Philologie des Mittelalters  die große Freude, die renommierte Schriftstellerin Ursula Poznanski an der Universität Bamberg begrüßen zu dürfen. Im Rahmen eines literarischen Mittelaltergesprächs des Zentrums für Mittelalterstudien (ZEMAS) gab die gebürtige Wienerin zunächst einen Einblick in ihren nicht immer geradlinigen Werdegang als Jugendbuchautorin, Medizinjournalistin und Verfasserin von Erwachsenenromanen.  

poznanski2Photo: © Copyright International Color Consortium

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Anschließend hatten auch die zahlreichen Gäste der Gesprächsrunde die Möglichkeit, die Autorin zu ihrem Leben und Werk zu befragen. Daraus entwickelte sich ein äußerst interessanter Diskurs über Poznanskis Herangehensweise und Ideenfindung beim Schreiben ihrer Romane, darunter beispielsweise das preisgekrönte Jugendbuch Erebos und der 2011 publizierte Mittelalter-Roman Saeculum. Auch die Erfahrungen der Schriftstellerin mit Schulbesuchen und den Reaktionen der oftmals jungen Rezipienten wurden zum Gegenstand des Gesprächs.

Die Autorin selbst äußerte sich nach dem Besuch in Bamberg auf ihrer facebook-Seite dankbar darüber, den Hörsaal einer Universität einmal von der anderen Seite gesehen, und durch die anregende Diskussion erstaunliche Dinge über ihre eigenen Bücher erfahren zu haben.