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Schulprojekt

Heldinnen und Helden mit MimaSch in Freiburg

Das von MimaSch betreute W-Seminar der Q11 des E.T.A. Hoffmann Gymnasiums Bamberg besuchte am 13. und 14. Juli 2017 den Sonderforschungsbereich 948 „Helden-Heroisierungen-Heroismen” in Freiburg. Ziel für die 15 Schüler/-innen war es u.a. im Gespräch und Austausch mit Experten des Sonderforschungsbereichs neue Einblicke und Erkenntnisse für ihre eigene Arbeit zu gewinnen.

Lesen Sie im Folgenden einen Erfahrungsbericht einer teilnehmenden Schülerin:

Unter Helden und Heldinnen
Exkursion des W-Seminars Deutsch an die Universität Freiburg (13./14. Juli 2017)

Während sich unsere Mitschüler auf den Weg zu Schule machten, versammelten sich die Teilnehmer des W-Seminars “Drachentöter, Rebellinnen und Lebensretter – Heldentum in der Literatur“ mit ihren Kursleiterinnen Frau Grillmeier und Frau Ringelmann (wissenschaftliche Assistentin an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg) schon am frühen Morgen am Bahnhof. Sechs Stunden später stiegen wir am Freiburger Bahnhof wieder aus und machten uns sofort auf den Weg in das Gebäude des Sonderforschungsbereiches 948 “Helden-Heroisierungen-Heroismen“ der Albert-Ludwig-Universität Freiburg, in welchem wir auch die meiste Zeit unseres Aufenthaltes verbrachten. Nach einer kleinen Stärkung lernten wir aber zunächst im “Uniseum“ einiges über die Entstehung, die Gründer und den Karker der Albert-Ludwig-Universität. Nach unserer Rückkehr zum SFB konnten wir mit Hilfe von Prof. Dr. Ralf von den Hoff in einer Plenumsrunde einige Fragen über Helden und auch über den Sonderforschungsbereich klären, nachdem wir mit frischen Brezeln und Kuchen empfangen wurden. Daraufhin ging es für uns zur Straßenbahn und zu unserer Jugendherberge. Direkt an der Dreisam gelegen und umgeben von den Sportplätzen der Universität, genossen wir kurz die Abendsonne und machten uns dann auch schon wieder auf den Weg in Richtung Stadt. Dort verschafften wir uns einen Eindruck von der Altstadt, besuchten das Münster und genossen die Abendstimmung in einer Pizzeria.

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Am nächsten Morgen ging unser Programm gleich weiter, denn an diesem Tag erwartete uns der eigentliche Höhepunkt unserer Freiburg-Exkursion: Wir hatten die Möglichkeit, weitere Forscher zu treffen, ihnen die Themen unserer Seminararbeiten vorzustellen und diese anschließend in kleinen Gruppen von drei Schülern und jeweils einem Experten zu besprechen, vorzustellen, Fragen zu stellen und dadurch ein Stück näher an das Ziel der Seminararbeit zu kommen. Nach dieser Runde hatten viele von uns wichtige Denkanstöße zu ihrer Seminararbeit bekommen oder konnten ihre Fragen klären. Unsere Ergebnisse und auch die Fragen, die noch entstanden waren, konnten wir in einer anschließenden Diskussion im Plenum vorstellen. Definitiv hat uns die Zusammenarbeit mit den Spezialisten sehr viel weitergeholfen und für viele war es auch sehr interessant zu sehen, wie die Arbeit unter Forschern abläuft und wie sie sich in einer Gruppe gegenseitig unterstützen, um gemeinsam an Forschungsergebnisse zu gelangen.

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Nach diesen anstrengenden zwei Tagen ging es nachmittags schon wieder zurück nach Bamberg. Mit einem größeren Wissen und einiger wissenschaftlicher Neugier zu Hause angelangt, haben wir wohl alle nach unserer Zeit in Freiburg neue Energie, uns an unsere Seminararbeiten zu setzen.

Bericht: Luise M. (Q11)
Zur Homepage des E.T.A Hoffmann Gymnasiums: www.eta-hoffmann-gymnasium.de

Wer hat Hugos Lanze gestohlen? – Eine mittelalterliche Stadtführung durch Bamberg

Am 21. und 22. Juni 2017 machten sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 3a aus der Kunigundenschule Bamberg-Gartenstadt auf die Suche nach der Gestohlenen Lanze.

Linda Wolters, Absolventin des Studiengangs Medieval Studies an der Uni Bamberg, konzipierte für Ihre Masterarbeit die Kinderstadtführung „Die Gestohlene Lanze – Eine abenteuerliche Stadtrallye durch das Bamberger Welterbe“. Das mehrtätige Kurzprojekt beginnt stets mit einer Einführung in den Schulklassen, in denen der Begriff des „Welterbes“ im Vordergrund steht – Wer erbt hier was? Und warum ist es überhaupt wichtig, dass das Erbe erhalten bleibt?

Kind vor der Tafel
Was bedeutet eigentlich „Welterbe“?

Anschließend begeben sich die Kinder gemeinsam auf die Stadtrallye innerhalb der Bamberger Altstadt. An verschiedenen Stationen wie dem Bamberger Dom, dem Alten Rathaus oder Klein Venedig gilt es kleine Rätselaufgaben zu lösen, um am Ende die gestohlene Lanze Hugo von Trimbergs wiederzufinden. Spielerisch lernen die Kinder so das mittelalterliche Bamberg und somit ihre Heimatstadt kennen.

Kinder mit Weltkarte
„Welterbe“ gibt es nicht nur in Bamberg, sondern auf der ganzen Welt!

Die Stadtrallye ist Teil des Angebots des Kultur Service Bamberg. Nähere Informationen und die Möglichkeit zur Buchung erhalten Sie hier.

 

MimaSch unterwegs! – Schulprojekt in Bukarest

Unser MimaSch-Leiter Dr. Detlef Goller bringt das Mittelalter in die Schulen von Rumänien!

Zusammen mit Andreas Welsch von der ZfA iniziierte Dr. Goller eine Lehrfortbildung in Bukarest, in der er Projekte und Arbeitsmaterialien von MimaSch 17 interessierten rumänischen Lehrerinnen und Lehrern vorgestellte. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Dr. Goller gibt eine Einführung in das Projekt „MimaSch“

Am Colegiul National I.L. Caragiale in Bukarest begann am darauf folgendenden Tag ein Theaterworkshop mit 25 Schülerinnen und Schülern zum mittelalterlichen Roman Iwein von Hartmann von Aue. Ziel ist es, innerhalb weniger Projekttage gemeinsam ein Theaterstück zu erarbeiten.

Mit mittelalterlicher Literatur kann man eine Menge Spaß haben!

Die Schülerinnen und Schüler schrieben eifrig Dialoge und probten diese dann schon einmal mit großem Können. Könnt ihr uns bei der Frage helfen, welcher der Löwen am Freitag gegen den Drachen kämpfen soll???

Löwen-Casting: Wer ist der beste Darsteller für Iweins Begleiter?
Theaterprobe

Am Ende der Projektwoche stand der Tag der großen Aufführung in Rumäniens Hauptstadt Bukarest. Hartmann von Aue selbst erzählte, wie der Löwe den Drachen besiegte und wie Iwein zweimal das Herz von Laudine gewann! Etwa 50 begeisterte Zuschauer wohnten dem Spektakel bei und sparten nicht mit dem Applaus! Auch ein Film wurde gedreht.

Dem interessierten Publikum wurde viel geboten
Die Schüler gaben sich große Mühe beim Schauspiel und bei den Kostümen

Weiter Informationen zum Theaterprojekt erhalten Sie hier.

W-Seminar „Geschichte der Helden – Geschichten von Helden“ am E.T.A.-Hoffmann Gymnasium Bamberg (September 2016)

cartoon Viking super hero with sword „In der Behauptung einer großen Sache unter Widerwärtigkeiten und Gefahren bildet sich der Held“ – schrieb einst der Historiker Leopold von Ranke. Solche Gefahren und andere Widrigkeiten gibt es seit Anbeginn der Zeit. Dies ist wohl auch als Grund dafür zu sehen, dass die Konzeption der Heldenfigur bereits in den ältesten Formen von Überlieferungsträgern eine Rolle spielt. Das zeigt sich bereits etwa am Beispiel von Homers „Odyssee“, in der der tapfere Achilles und der listige Titelheld nach einer zehn Jahre währenden Belagerung die scheinbar nicht einzunehmende Stadt Troja erobern, um die schöne Helena nach Hause zurückzuholen.

Seither ziehen sich solche und ähnliche „Geschichten von Helden“ wie ein roter Faden durch das Mittelalter und die Frühe Neuzeit bis in die Gegenwart: Hildebrand und Hadubrand – Vater und Sohn – stehen sich im althochdeutschen „Hildebrandslied“  in einer Schlacht gegenüber, der nahezu unverwundbare Drachentöter Siegfried kämpft sich herorisch durch das Nibelungenlied, bis er schließlich von seinem Rivalen Hagen durch eine List getötet wird und Jeanne d’Arc wurde durch Friedrich Schiller in seinem Drama „Die Jungfrau von Orléans“ ein Denkmal gesetzt, nachdem sie im Hundertjährigen Krieg den Truppen des französischen Thronerbens zum Sieg gegen die verhassten Engländer verholfen hatte. Heute beschützt Batman Gotham City, James Bond nutzt seine „Lizenz zum Töten“ für die Rettung der zivilisierten Welt und Harry Potter tritt gegen „den, dessen Namen nicht genannt werden darf“ und die Dunklen Mächte magischer Welten an, um Hexen, Zauberer und Muggel vor dem Untergang zu bewahren. Diese Beispiele zeigen, dass sich Helden in ihren verschiedensten Ausprägungen sowohl in der erzählenden als auch der dramatischen Literatur finden, und darüber längst auch Einzug in Verfilmungen, Comicbücher oder  Computerspiele gehalten haben.
Dass man als „Held“ und dem entsprechenden Songtitel Heroes auch den Eurovision Song Contest gewinnen oder aber auch vom Bayerischen Ministerpräsidenten Seehofer als „Held des Alltags“ ausgezeichnet werden kann, offenbart, wie sehr sich der Gebrauch des Heldenbegriffs in unseren alltagsweltlichen Sprachgebrauch integriert hat. Mit dem Drachentöter Siegfried hat ein Alltagsheld aber nichts mehr gemeinsam – oder doch?

COLOURBOX7231914Mit dieser und ähnlichen Fragen beschäftigen sich in diesem Schuljahr die Schülerinnen und Schüler des W-Seminars „Geschichte der Helden – Geschichten von Helden“ des E.T.A.-Hoffmann-Gymnasiums Bamberg. Unterstützt werden sie dabei von unseren Mimasch-Projektleitern Dr. Detlef Goller und Valentina Ringelmann, die die Seminarteilnehmer auf der Spurensuche nach Heldenvorstellungen in Literatur und Alltag begleiten. Gemeinsam widmen sie sich der Frage nach der Konzeption des Heldenbegriffs in Geschichte und Gegenwart, der Analyse verschiedener „heldenhafter“ Texte, Comicbücher und Filme sowie dem Vergleich von Heldenfigur und Antiheld.

Bilder: ©Colourbox

Die Gestohlene Lanze – Welterbe neu entdeckt! (September 2016)

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1993 wurde die Stadt Bamberg in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen. Grund dafür waren die Vorbildfunktion des Grundrisses und der Architektur des mittelalterlichen und barocken Bambergs, die einen starken Einfluss auf Städtebau und -entwicklung in Mitteleuropa ausübten. Darüber hinaus stellt Bamberg mit seinen kirchlichen und herrschaftlichen Bauten ein einzigartiges und hervorragendes Beispiel für eine auf hochmittelalterlicher Grundstrutkur entwickelte Stadt dar.

© Anne Dautermann, Linda Wolters

Dass Bamberg heute auch aufgrund dieses Welterbestatus zahllose Besuchergruppen wie magisch anzieht, ist besonders zur warmen Jahreszeit kaum zu übersehen, wenn zahlreiche Reiseführer mit nationalem und internationalem Publikum durch die engen Gassen der historischen Altstadt drängen. Warum sollten nun nicht auch die Schülerinnen und Schüler der Bamberger Schulen in den Genuss einer solchen Stadterkundung kommen,  die den Welterbecharakter ihrer Heimat in den Vordergrund stellt?

Linda Wolters, Absolventin des Studiengangs Medieval Studies, konzipierte für Ihre Masterarbeit die Kinderstadtführung „Die Gestohlene Lanze – Eine abenteuerliche Stadtrallye durch das Bamberger Welterbe“. Nun bietet sie diese auch im Rahmen von schulischen Kurzprojekten an, die sich inbesondere an Grundschulen und die Sekundarstufe I richtet. Die inhaltliche Gestaltung orientiert sich dabei an den Vorgaben des aktuellen Lehrplans PLUS.
Im Rahmen von 3 Unterrichtseinheiten wird den Schülerinnen und Schülern der Begriff des Welterbes näher gebracht und an ausgewählten Stationen erläutert. Nach einer Einführung in das Thema im Klassenzimmer können sie das Welterbe bei einem Ausflug in die Innenstadt selbst erleben und entdecken. Mit dem Kinderstadtführer „Die Gestohlene Lanze“ begeben sie sich auf eine spannende Tour, bei der sie allerhand über die Stadt und das Leben im Mittelalter erfahren können. Ganz nebenbei helfen sie auf ihrem Weg dem Heiligen Georg, dem Bamberger Dompatron und Stadtheiligen, seine Lanze wiederzufinden, und lernen dabei auch Hugo von Trimberg kennen, einen Bamberger Schulmeister und bekannten Autor des Mittelalters.

Das Projekt wurde bisher mehrmals erprobt und stieß durchweg auf positive Resonanz, wie die Kinder selbst berichten:

Detlef Goller und Valentina Ringelmann machten sich zusammen mit der Klasse 4c der Grundschule Bischberg auf die Suche nach der Gestohlenen Lanze.

 

Dabei absolvieren sie Aufgaben an verschiedenen Stationen

 

Svenja und Amelie berichten, was sie über den „Kranen“ gelernt haben

Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme und Buchung finden Sie hier.

Ein Ort voller Helden? – Projektwoche in der Grundschule Baunach (Juli 2016)

Vom 27.6. bis zum 1.7.2016 hieß es an der Grundschule Baunach: „Mittelalter macht Schule“. Im Rahmen einer Projektwoche machten es sich rund 30 Studierende der Universität Bamberg zur Aufgabe, den Schülerinnen und Schülern der 3. Klassen einen Einblick in die Kultur und Literatur des Mittelalters zu geben.

Der Montag bildete den Auftakt des MimaSch-Projekts in Baunach. Die Kinder der dritten Klasse konnten sich zum ersten Mal als mittelalterliche Handwerker betätigen und herausfinden, wie die Arbeit in einer Papiermühle aussah. Hier hatten die Schülerinnen und Schüler auch die Möglichkeit, ihr eigenes Papier herzustellen. Eine ganz schön schmutzige Aufgabe, aber dasErgebnis kann sich sehen lassen!

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Am zweiten Tag lernten die Schülerinnen und Schüler einen ganz besonderen Helden kennen: Iwein! Nachdem sie sich mit seiner Geschichte bekannt gemacht hatten, waren die Kinder auch selbst an der Reihe und formten anhand kleiner Textpassagen Standbilder zur Geschichte des Ritters mit dem Löwen. Doch heldenhaft schlugen sie sich nicht nur bei dieser kreativen Aufgabe, sondern auch beim Schreiben mit Feder und Tinte, was immer wieder eine neue Herausforderung darstellt.

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Ein Ritter muss den ganzen Tag nur kämpfen? – Von wegen! An Tag drei erfuhren die Drittklässlerinnen und Drittklässler allerhand über das besondere Leben der Ritter und Burgfräulein. Von der ritterlichen Ausbildung der jungen Pagen, der Schwertleite und den vielen Tätigkeiten eines Burgfräuleins gab es viel zu berichten. Dabei verfassten die Mädchen und Jungen sogar ein eigenes Minnelied, mit dem Ritter damals gerne ihre Angebeteten erfreuten. Am Ende des Tages hatten alle viel dazugelernt und konnten deshalb ganz zurecht und mit einem kleinen Augenzwinkern singen: „Ja, so warn’s, die alten Rittersleut!“

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Sprachdetektive auf den Spuren des Mittelhochdeutschen! Am vierten Tag der Projektwoche in Baunach beschäftigten sich die Kinder mit der Frage, wie im Mittelalter gesprochen und geschrieben wurde. Zunächst hatten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, zwei Mönche bei der Arbeit im Skriptorium zu beobachten. Anschließend fertigten sie ganz ohne „arebeit“ eine Übersetzung eines echten mittelalterlichen Textes an. Am Ende wurden die Kinder sogar selbst zu Sprechern des Mittelhochdeutschen und konnten eine unerwartete Begegnung zwischen einem Ritter und einem Schreiber inszenieren.

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Am letzten Tag der MimaSch-Woche in Baunach waren Eltern und Verwandte zu einer kleinen Präsentation eingeladen. Die Schülerinnen und Schüler haben vorgeführt, was sie in dieser Woche gelernt haben. Alle waren rundum begeistert von der Woche und hatten jede Menge Spaß.

Wie immer fand am Freitag auch eine Evaluation der Projektwoche durch die Kinder statt. Die positive Rückmeldung zeigte erneut, dass sich die lange Vorbereitungszeit gelohnt hat und die Kinder auf eine tolle Zeit zurückblicken können.

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Mit MimaSch am Schwarzen Meer (Mai 2016)

Vom 16. bis zum 20. Mai 2016 besuchte Dr. Detlef Goller vom Lehrstuhl für Ältere Deutsche Literaturwissenschaft der Otto-Friedrich-Universität Bamberg die DSD-Schulen in Constanta und Bukarest.

Im Rahmen eines Nibelungen-Projektes brachte er den Schülerinnen und Schülern nicht nur das Mittelalter, sondern auch die mittelhochdeutsche Sprache und Literatur nahe –denn auch hier stehen die alten maeren im Deutschlehrplan für die 9. Klasse.

Am Ende der Woche hatten sich die Schülerinnen und Schüler nicht nur mit der Frage nach dem Hauptverantwortlichen für die Ermordung Siegfrieds beschäftigt und verschiedene Verfilmungen des Heldenepos analysiert, sie waren auch in der Lage, die erste Strophe des Nibelungenliedes in der Originalversion zu rezitieren.

Obwohl die Skepsis ob der unbekannten mittelhochdeutschen Sprache zu Beginn recht hoch war, übten der heroische Inhalt und die verschiedenen Protagonisten des mittelalterlichen Epos bald große Faszination auf die Schülerinnen und Schüler aus.
Dass moderner Fremdsprachenunterricht in und auf Deutsch also auch abseits der üblichen Wege einer Goethe- oder Schillerrezeption sehr gut funktionieren kann, hat das Projekt in Rumänien gezeigt.

Andreas Welsch, Fachschaftsberater der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen in Bukarest, organisierte beide Projekte vor Ort.
Seinen ausführlichen Bericht über die „Nibelungen zu Gast in Rumänien“ finden Sie hier.

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Kinderstadtführung „Die gestohlene Lanze“ – MimaSch bei den AOK-Familientagen

Geraubt, gestohlen und geklaut! Die schöne Lanze – einfach weg!

Der heilige Georg ist außer sich vor Wut. Wie soll er seinen Dienst als Stadtwappenträger von Bamberg ohne seine Lanze antreten? Das geht nun wirklich nicht! Die Lanze muss gefunden und der Dieb bestraft werden. Wie gut, dass Hugo von Trimberg, der bedeutende Bamberger Autor und Schulleiter, gerade zu einer Stadtführung aufbricht.

Da Georg noch mehr Unterstützung braucht, ernennt er alle Kinder zu Detektiven, die auf seine Suche mitkommen wollen. Und schon geht es los, immer den Hinweisen nach, vorbei an den bedeutendsten Bamberger Sehenswürdigkeiten. Doch der Dieb ist schlau und hat seinen Weg verschlüsselt. Nur wenn alle Fragen richtig beantwortet werden, kann die wertvolle Lanze wiedergefunden werden!

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Vom 5. bis 7. Juni 2015 laden die „AOK-Familientage“ Groß & Klein bei freiem Eintritt zum Spielen, Staunen, Erleben und Entdecken nach Bamberg ein. Mit vielen bunten Spiel- und Mitmachmöglichkeiten für alle Altersklassen verwandelt sich der Maximiliansplatz an drei Tagen in eine aufregende „Familienerlebniswelt“!

 

Auch MimaSch wirkt bei den Familientagen mit – und zwar im Rahmen einer Kinderstadtführung durch das mittelalterliche Bamberg. Der Stadtführer entstand im Rahmen einer Bachelor-Arbeit der Studentin Linda Wolters unter der Betreuung von Dr. Detlef Goller mit dem Titel: „Die gestohlene Lanze – eine abenteuerliche Stadtführung quer durch das mittelalterliche Bamberg – Konzeption, Gestaltung und Umsetzung eines Kinderstadtführers“.

„Willkommen im lebendigen Mittelalter“ – Projektwoche an der Grundschule Kemmern

Vom 18.–22. Mai unternehmen die 72 Schüler und Schülerinnen der Grundschule Kemmern zusammen mit 23 Studierenden der Otto-Friedrich-Universität Bamberg eine Zeitreise in das „lebendige Mittelalter“! Dabei lernen sie mit „Herz, Hand und Verstand“ an vier Unterrichtstagen einen jeweils anderen Aspekt des bunten Lebens in der Zeit von 500–1500 kennen: Wie funktionierte ein mittelalterliches Skriptorium? Wer waren die helden lobebæren? Wie wurde Papier vor mehr als 1500 Jahren hergestellt? Womit beschäftigten sich die Ritter und Burgfräulein?

Alle zeitmitreisenden Schüler/-innen, Studierende und Lehrer/-innen freuen sich auf die Ergebnisse der Projektwoche, die am Freitag in der Schulaula vor den Eltern und Großeltern rekapitulierend präsentiert werden.