MimaSch bei der Aventiure-Tagung an der Universität Passau

Von Donnerstag, den 28. September 2017, bis zum darauffolgenden Samstag fand an der Universität Passau eine Studientagung und Lehrerfortbildung statt, auf der auch Vertreterinnen und Vertreter von MimaSch zu Gast waren.

Detlef Goller Einführung
Dr. Detlef Goller gibt eine Einführung in die Thematik Bild: Ines Heiser

Die Tagung hatte zum Ziel, das sogenannte âventiure-Schema in verschiedenen Medien des Mittelalters und der Moderne zu untersuchen und zu fragen, inwiefern es für literarisches Lernen im (Deutsch-)Unterricht nutzbar gemacht werden kann. Zu diesem Zweck waren sowohl Vertreter der Älteren deutschen Literaturwissenschaft als auch der Deutsch-Didaktik und des schulischen Lehrpersonals anwesend, die jeweils aus ihrer Sicht demonstrierten, wie sich eine Verbindung zwischen fachwissenschaftlicher und schulischer Auseinandersetzung mit der Thematik schaffen lässt.

Valentina Ringelmann Posterpräsentation
Valentina Ringelmann präsentiert ein Poster zur Thematik Bild: Barbara Osdarty/Uni Passau

Auch die Passauer Neue Presse (PNP) berichtete über das Ereignis.
Den entsprechenden Artikel finden Sie hier.

Christa Horn und Studierende
Dr. Christa Horn setzt sich gemeinsam mit den Tagungsteilnehmern mit Unterrichtsmaterialen auseinander Bild: Ines Heiser

MimaSch unterwegs! Gastvortrag an der Universität in Marburg

Am 17. Juli 2017 fand ein Gastvortrag unserer stellvertretenden Projektleiterin Valentina Ringelmann an der Philipps-Universität in Marburg statt. Im Rahmen des  Seminars „Nibelungen in der Schule? Mittelalterliche Texte im Deutschunterricht“ unter der Leitung von Dr. Alissa Theiß hat Valentina Ringelmann vor ca. 20 Studierenden zum Thema „Die Reise des Helden. Ein möglicher Zugang zum Heldenbegriff im themenorientierten Deutschunterricht in der Oberstufe“ gesprochen.

Lesen Sie hier mehr über diesen Vortrag.

valentina ringelmann in marburg
Valentina Ringelmann referiert über die Verwendung des Heldenbegriffs im Deutschunterricht

 

Heldinnen und Helden mit MimaSch in Freiburg

Das von MimaSch betreute W-Seminar der Q11 des E.T.A. Hoffmann Gymnasiums Bamberg besuchte am 13. und 14. Juli 2017 den Sonderforschungsbereich 948 „Helden-Heroisierungen-Heroismen” in Freiburg. Ziel für die 15 Schüler/-innen war es u.a. im Gespräch und Austausch mit Experten des Sonderforschungsbereichs neue Einblicke und Erkenntnisse für ihre eigene Arbeit zu gewinnen.

Lesen Sie im Folgenden einen Erfahrungsbericht einer teilnehmenden Schülerin:

Unter Helden und Heldinnen
Exkursion des W-Seminars Deutsch an die Universität Freiburg (13./14. Juli 2017)

Während sich unsere Mitschüler auf den Weg zu Schule machten, versammelten sich die Teilnehmer des W-Seminars “Drachentöter, Rebellinnen und Lebensretter – Heldentum in der Literatur“ mit ihren Kursleiterinnen Frau Grillmeier und Frau Ringelmann (wissenschaftliche Assistentin an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg) schon am frühen Morgen am Bahnhof. Sechs Stunden später stiegen wir am Freiburger Bahnhof wieder aus und machten uns sofort auf den Weg in das Gebäude des Sonderforschungsbereiches 948 “Helden-Heroisierungen-Heroismen“ der Albert-Ludwig-Universität Freiburg, in welchem wir auch die meiste Zeit unseres Aufenthaltes verbrachten. Nach einer kleinen Stärkung lernten wir aber zunächst im “Uniseum“ einiges über die Entstehung, die Gründer und den Karker der Albert-Ludwig-Universität. Nach unserer Rückkehr zum SFB konnten wir mit Hilfe von Prof. Dr. Ralf von den Hoff in einer Plenumsrunde einige Fragen über Helden und auch über den Sonderforschungsbereich klären, nachdem wir mit frischen Brezeln und Kuchen empfangen wurden. Daraufhin ging es für uns zur Straßenbahn und zu unserer Jugendherberge. Direkt an der Dreisam gelegen und umgeben von den Sportplätzen der Universität, genossen wir kurz die Abendsonne und machten uns dann auch schon wieder auf den Weg in Richtung Stadt. Dort verschafften wir uns einen Eindruck von der Altstadt, besuchten das Münster und genossen die Abendstimmung in einer Pizzeria.

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Am nächsten Morgen ging unser Programm gleich weiter, denn an diesem Tag erwartete uns der eigentliche Höhepunkt unserer Freiburg-Exkursion: Wir hatten die Möglichkeit, weitere Forscher zu treffen, ihnen die Themen unserer Seminararbeiten vorzustellen und diese anschließend in kleinen Gruppen von drei Schülern und jeweils einem Experten zu besprechen, vorzustellen, Fragen zu stellen und dadurch ein Stück näher an das Ziel der Seminararbeit zu kommen. Nach dieser Runde hatten viele von uns wichtige Denkanstöße zu ihrer Seminararbeit bekommen oder konnten ihre Fragen klären. Unsere Ergebnisse und auch die Fragen, die noch entstanden waren, konnten wir in einer anschließenden Diskussion im Plenum vorstellen. Definitiv hat uns die Zusammenarbeit mit den Spezialisten sehr viel weitergeholfen und für viele war es auch sehr interessant zu sehen, wie die Arbeit unter Forschern abläuft und wie sie sich in einer Gruppe gegenseitig unterstützen, um gemeinsam an Forschungsergebnisse zu gelangen.

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Nach diesen anstrengenden zwei Tagen ging es nachmittags schon wieder zurück nach Bamberg. Mit einem größeren Wissen und einiger wissenschaftlicher Neugier zu Hause angelangt, haben wir wohl alle nach unserer Zeit in Freiburg neue Energie, uns an unsere Seminararbeiten zu setzen.

Bericht: Luise M. (Q11)
Zur Homepage des E.T.A Hoffmann Gymnasiums: www.eta-hoffmann-gymnasium.de

MimaSch auf dem International Medieval Congress 2017

Jedes Jahr findet im britischen Leeds der Internationale Mediävistencongress statt. Auch der Lehrstuhl für Deutsche Philologie des Mittelalters war hier in diesem Jahr vertreten – und zwar mit seinem Lieblingsthema MimaSch! Dr. Detlef Goller und Valentina Ringelmann präsentierten eine Sektion zum Thema „Teaching the Otherness: Medieval Literature in School“.

Bild Leeds
Detlef Goller und Valentina Ringelmann stellen „MimaSch“ vor internationalen Kolleginnen und Kollegen vor

 

MimaKi? – Mittelalter im Kindergarten

Dass das Mittelalter nicht nur für Schülerinnen und Schüler interessant und spannend ist, zeigt das Projekt von Lehramtsstudent Benjamin Wipfler.

Gemeinsm mit den angehenden Kinderpflegerinnen der Lorenz-Kaim-Berufsfachschule Kronach erarbeitete er im Unterricht die Themengebiete „Ritter und Burgfräulein – Das Leben auf der mittelalterlichen Burg“, „Kulinarische Genüsse im Mittelalter“ und „Musik, Tanz und Spiel – Freizeitgestaltung im Mittelalter“.
Das Gelernte wurde anschließend gleich in die Praxis umgesetzt und an einer Praktikumsstelle mit den Kindergartenkindern ausprobiert.

Wenn Sie mehr erfahren möchten, lesen Sie hier weiter.

 

Wer hat Hugos Lanze gestohlen? – Eine mittelalterliche Stadtführung durch Bamberg

Am 21. und 22. Juni 2017 machten sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 3a aus der Kunigundenschule Bamberg-Gartenstadt auf die Suche nach der Gestohlenen Lanze.

Linda Wolters, Absolventin des Studiengangs Medieval Studies an der Uni Bamberg, konzipierte für Ihre Masterarbeit die Kinderstadtführung „Die Gestohlene Lanze – Eine abenteuerliche Stadtrallye durch das Bamberger Welterbe“. Das mehrtätige Kurzprojekt beginnt stets mit einer Einführung in den Schulklassen, in denen der Begriff des „Welterbes“ im Vordergrund steht – Wer erbt hier was? Und warum ist es überhaupt wichtig, dass das Erbe erhalten bleibt?

Kind vor der Tafel
Was bedeutet eigentlich „Welterbe“?

Anschließend begeben sich die Kinder gemeinsam auf die Stadtrallye innerhalb der Bamberger Altstadt. An verschiedenen Stationen wie dem Bamberger Dom, dem Alten Rathaus oder Klein Venedig gilt es kleine Rätselaufgaben zu lösen, um am Ende die gestohlene Lanze Hugo von Trimbergs wiederzufinden. Spielerisch lernen die Kinder so das mittelalterliche Bamberg und somit ihre Heimatstadt kennen.

Kinder mit Weltkarte
„Welterbe“ gibt es nicht nur in Bamberg, sondern auf der ganzen Welt!

Die Stadtrallye ist Teil des Angebots des Kultur Service Bamberg. Nähere Informationen und die Möglichkeit zur Buchung erhalten Sie hier.

 

MimaSch unterwegs! – Schulprojekt in Bukarest

Unser MimaSch-Leiter Dr. Detlef Goller bringt das Mittelalter in die Schulen von Rumänien!

Zusammen mit Andreas Welsch von der ZfA iniziierte Dr. Goller eine Lehrfortbildung in Bukarest, in der er Projekte und Arbeitsmaterialien von MimaSch 17 interessierten rumänischen Lehrerinnen und Lehrern vorgestellte. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Dr. Goller gibt eine Einführung in das Projekt „MimaSch“

Am Colegiul National I.L. Caragiale in Bukarest begann am darauf folgendenden Tag ein Theaterworkshop mit 25 Schülerinnen und Schülern zum mittelalterlichen Roman Iwein von Hartmann von Aue. Ziel ist es, innerhalb weniger Projekttage gemeinsam ein Theaterstück zu erarbeiten.

Mit mittelalterlicher Literatur kann man eine Menge Spaß haben!

Die Schülerinnen und Schüler schrieben eifrig Dialoge und probten diese dann schon einmal mit großem Können. Könnt ihr uns bei der Frage helfen, welcher der Löwen am Freitag gegen den Drachen kämpfen soll???

Löwen-Casting: Wer ist der beste Darsteller für Iweins Begleiter?
Theaterprobe

Am Ende der Projektwoche stand der Tag der großen Aufführung in Rumäniens Hauptstadt Bukarest. Hartmann von Aue selbst erzählte, wie der Löwe den Drachen besiegte und wie Iwein zweimal das Herz von Laudine gewann! Etwa 50 begeisterte Zuschauer wohnten dem Spektakel bei und sparten nicht mit dem Applaus! Auch ein Film wurde gedreht, von dem Sie sich hier einen Eindruck verschaffen können.

Dem interessierten Publikum wurde viel geboten
Die Schüler gaben sich große Mühe beim Schauspiel und bei den Kostümen

Weiter Informationen zum Theaterprojekt erhalten Sie hier.

Teilnahme am C.C. Buchner-Preis

Bild Dr. Horn und Dr. Goller
Dr. Christa Horn, StDin am Kaiser-Heinrich-Gymnasium, und Dr. Detlef Goller vom Lehrstuhl für Deutsche Philologie des Mittelalters an der Uni Bamberg präsentieren stolz das Projekt MimaSch.

Zusammen mit unserer Bamberger Kooperationsschule, dem Kaiser-Heinrich-Gymnasium (KHG), hat sich MimaSch in diesem Jahr für den C.C. Buchner-Preis beworben.

Leider hat es bei der Preisverleihung, die am 12.03. 2017 im ETA Hoffmann Theater Bamberg stattfand, nicht für einen Platz auf dem Treppchen gereicht, aber es war wieder eine tolle Möglichkeit, die Freuden und Vorzüge der mittelalterlichen Literatur in Schule und Universität hinaus zu tragen!

Warum es sich jedoch trotzdem lohnt, das Mittelalter in die Schule zu holen, erklären StDin Dr. Christa Horn und Dr. Detlef Goller gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern des KHG in einem eigens gedrehten Video.

Als Dank für die gemeinsame Arbeit erhielten das KHG und MimaSch vom Kultur.Service Bamberg eine Urkunde.

 

 

„Original und/oder Rezeption mittelalterlicher Literatur im Deutschunterricht“ – Lehrerfortbildung im KHG Bamberg (Dezember 2016)

Am Donnerstag, den 01. Dezember 2016, findet die zweite schulübergreifende Lehrerfortbildung zum Thema „Original und/oder Rezeption mittelalterlicher Literatur im Deutschunterricht statt“.

Das aktuelle Tagungsprogramm finden Sie hier.
Die Anmeldung erfolgt über die Fortbildungsdatenbank Bayern.

Der Lehrstuhl für Deutsche Philologie des Mittelalters und das Zentrum für Mittelalterstudien der Universität Bamberg laden herzlich ein!

Zweite LFB